Mehr als eine Erfolgsstory.
Der Anfang der Serie geht zurück in das Jahr 1994. Damals schlug der spätere Produzent, Ernst von Theumer jr., dem Sender SAT.1 eine Reihe mit Ottfried Fischer als Kommissar in einer ländlich-bayerischen Idylle vor, in der Ottfried Fischer auch sein kabarettistisches Talent mit einbringen kann.
Die Idee zu der Serie entstand quasi beim Mittagessen und wurde auf einer Papierserviette festgehalten.
Es sollte ein Kommissar sein, der seine Fälle in den Bergen löst, dabei unterschätzt wird, seine Fälle dafür aber intelligent und vor allem mit viel Witz angeht – und das erfolgreich. Die Wahl für Ottfried Fischer erfolgte u.a. auch deswegen, da er bereits in der Serie „Ein Bayer auf Rügen“ durch seine Körperfülle gepaart mit dem dazugehörigen Witz sowie Schlagfertigkeit aufgefallen war.
Mit Peter Hant wurde daraus auch eine echte, lebende Figur: Benno Berghammer. Passend dazu gab es noch zwei weitere, hervorragende Schauspielerinnen: Katerina Jacob, die seine Kollegin Sabrina Lorenz wurde, sowie Ruth Drexel als Mama Resi.
Nun fehlte nur noch sein Sender: SAT.1 zeigte Mut und gab grünes Licht für zwei Folgen, sozusagen die Piloten.
Der Titel der Serie sollte ursprünglich einfach nur „Der Bulle“ heißen, doch Jean Gabin war den Machern mit diesem Titel bereits zuvor gekommen (1968, „Der Bulle“, Originaltitel „Le Pacha“). Also wurde sich nach einiger Zeit zu „Der Bulle von Tölz“ entschieden, wo schließlich auch die Handlung spielen sollte.
Dennoch glaubten zu Beginn nicht viele an einen Erfolg, fand doch auch die Ausstrahlung der ersten Folge „Das Amigo Komplott“ an einem Sonntag statt – und damit in direkter Konkurrenz zum ARD Tatort. Das Ergebnis war jedoch umso überwältigender: 5,4 Millionen Zuschauer bei der ersten Folge! Der Grundstein zu einer der erfolgreichsten deutschen Serien war damit geboren.
Mit durchschnittlich über 6 Millionen Zuschauer pro Folge war der Bulle von Tölz eines der erfolgreichsten Programme bei SAT.1.